Megatrend Urbanisierung

Investmentchance Stadt der Zukunft

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus und was bedeuten diese Veränderungen für Anlegerinnen und Anleger? Zukunftsforscherin Oona Horx Strathern über neue urbane Konzepte, wirtschaftliche Chancen und warum achtsame Stadtplanung mehr mit Lebensqualität zu tun hat als mit Technik.

Oona Horx Strathern

Oona Horx Strathern ist Zukunftsforscherin mit den Schwerpunkten Stadtentwicklung und gesellschaftlicher Wandel. Sie ist Geschäftsführerin der Horx Future GmbH und Autorin des Buches «Kindness Economy – das neue Wirtschaftswunder».

Wie verändert sich die Stadt der Zukunft?

Städte wachsen, aber anders als früher. Statt eines ungebremsten Booms in den Innenstädten gewinnt stadtnahes Wohnen in grüneren, gut angebundenen Lagen an Beliebtheit. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Dynamik in den urbanen Zentren – dort entstehen Innovationen, Unternehmen und neue Geschäftsmodelle. Die Herausforderung: Wie schaffen wir Städte, die sowohl wirtschaftlich stark als auch lebenswert sind?

Ein Schlüssel liegt in einer smarten Stadtplanung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Fussgängerfreundliche Viertel, vielfältige Mobilitätsangebote und durchmischte Wohngebiete sorgen für kurze Wege und eine höhere Lebensqualität. Konzepte wie die 15-Minuten-Stadt setzen genau hier an: Sie reduzieren Verkehr, verbessern die Luftqualität und stärken das lokale Gewerbe. Studien zeigen, dass Städte wirtschaftlich profitieren, wenn Menschen zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs sind – sie verweilen länger, entdecken mehr und unterstützen Geschäfte vor Ort. Das schafft lebendige Viertel und fördert kreative Geschäftsideen.

Gibt es bereits Vorbilder für diese neue Stadtvision?

Einige Städte setzen mutige Konzepte um. Kopenhagen zeigt, wie eine Stadt lebenswerter wird: Breite Radwege, verkehrsberuhigte Zonen und viel Grün prägen das Stadtbild. Der frühere Bürgermeister des Stadtteils Frederiksberg setzte sich dafür ein, dass alle Anwohnenden von ihrem Fenster aus mindestens einen Baum sehen können.

Paris treibt die 15-Minuten-Stadt voran. Ein Beispiel ist das Viertel Saint-Vincent-de-Paul, wo aus einem ehemaligen Bahngelände ein durchmischtes Stadtviertel mit vielfältigen Angeboten entstand. Barcelona geht mit den Superblocks (Superilles) noch weiter. Mehrere Wohnblöcke werden in verkehrsberuhigte Zonen verwandelt, in denen Autos nur noch mit Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen. So entstehen begrünte Strassenräume, Spielplätze und Sitzgelegenheiten.

30

Cent bringt jeder Velokilometer der Gesellschaft vor allem durch die positiven Gesundheitseffekte.

60%

der Weltbevölkerung werden bis 2030 in Städten leben im Jahr 2000 waren es noch 47 %.

43

Megastädte mit mehr als 10 Mio. Einwohnenden wird es bis zum Jahr 2030 geben.

Sie sprechen von urbaner Akupunktur – was bedeutet das?

Jamie Lerner, Bürgermeister von Curitiba in Brasilien, prägte den Begriff urbane Akupunktur: kleine, gezielte Eingriffe mit grosser Wirkung. Ein Beispiel sind die Grätzloasen in Wien: Aus Parkplätzen sind Miniparks mit Sitzgelegenheiten entstanden. Was zunächst auf Widerstand stiess, ist heute ein geschätzter Teil des Stadtbilds. Ähnlich funktioniert das One-Minute-City-Konzept in Schweden: Menschen gestalten die Umgebung vor ihrer Haustür aktiv mit – mit Sitzbänken, E-Bike-Ladestationen oder kleinen Grünflächen. Diese schnellen, kostengünstigen Massnahmen zeigen: Veränderung braucht nicht immer grosse Bauprojekte.

Wie werden Städte klimaresilient und umweltfreundlich?

Städte müssen sich an höhere Temperaturen und Wetterextreme anpassen. In Athen gibt es bereits einen Stadtkühlungsbeauftragten, der sicherstellt, dass neue Gebäude nicht zur Überhitzung beitragen. Mehr Grünflächen sind eine Investition in die Zukunft: Sie verbessern nicht nur das Stadtklima, sondern senken auch Temperaturen und schaffen Begegnungsräume. Auch Technologie kann Städte widerstandsfähiger machen, etwa durch intelligente Verkehrssteuerung oder energieeffiziente Gebäude. Entscheidend ist, dass sie den Menschen dient.

Die Globalance Sicht

Was bedeutet der Megatrend Urbanisierung für Anlegerinnen und Anleger?

Die Stadt der Zukunft muss mehr leisten: Sie soll wirtschaftliche Dynamik, hohe Lebensqualität und Klimaschutz vereinen – trotz wachsender Bevölkerung und begrenztem Raum. 

Für Globalance sind urbane Räume zentrale Transformationsorte: Hier entstehen Innovationen, neue Mobilitätsformen, digitale Dienste und Lösungen für zukunftsfähige Infrastruktur. Gleichzeitig sind Städte stark von Hitze, Luftverschmutzung und Verkehrsüberlastung betroffen. Die modernste Form der Urbanisierung ist ressourceneffizient, digital vernetzt und sozial ausgewogen. Städte werden zu resilienten Ökosystemen, die Wärmeinseln reduzieren, Grünräume schaffen, Mobilität neu organisieren und die Energieinfrastruktur optimieren.  

Globalance sieht diese Investmentchancen:  

Wir investieren in Unternehmen, die mit skalierbaren Lösungen echte externe Kosten senken und Städte zukunftsfähig machen. Denn moderne Infrastruktur spart Ressourcen und macht das Zusammenleben in Megacitys erst dauerhaft möglich. 
 
Folgende Bereiche stehen im Zentrum: 

  • Infrastruktur & Bau: Fokus auf ökologisch effiziente Verdichtung, modulares Bauen, energetische Sanierungen und innovative Baustoffe mit geringen CO2-Emissionen. 
  • Mobilität: Elektrifizierte Antriebe im Privat- und öffentlichen Verkehr sowie Investitionen in intelligente digitale Infrastruktur für Signalsysteme sowie Mikromobilität. Digitale, geteilte und elektrifizierte Mobilität ist rundum überlegen. Externe Kosten (Gesundheit, Emissionen, Zeitverlust) sinken, Städte werden resilienter und erschwinglicher. 
  • Ressourcen: Lösungen für Hitze-, Kühl-, Wasser- und Luftqualitätsmanagement. 

Unternehmensbeispiel ABB: Das Unternehmen stellt die notwendige Hardware für die Elektrifizierung bereit (z. B. Ladestruktur, Smart Grids). Die Produkte von ABB verkörpern das physische Rückgrat für effiziente Städte. 

Unternehmensbeispiel Kingspan: Das Unternehmen ist führend im Bereich hocheffizienter Dämmstoffe und Gebäudelösungen. Diese ermöglicht deutliche Emissions– und Energiereduktionen im Gebäudesektor – einer der grössten urbanen Hebel. Kingspan profitiert von globalen Sanierungsprogrammen, strengeren Effizienzstandards und der Nachfrage nach klimafreundlichen Gebäuden. 

Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageempfehlung noch eine Beratung dar.

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