Viele Menschen nutzen Fitness-Tracker, um ihre Schritte zu zählen oder beim Sport ihren Puls zu messen. Die Chancen, die sich aus den gesammelten Daten ergeben, sind für uns persönlich, aber auch für das gesamte Gesundheitssystem riesig.
Wer einen Fitness-Tracker besitzt und ihn aktiv benutzt, prüft am Abend vermutlich die gemachten Schritte. Ein einfaches Incentive, um sich tagsüber immer wieder zu bewegen und vielleicht lieber die Treppe statt den Lift zu nehmen — sofern das körperlich möglich ist.
Denn es ist unterdessen unumstritten: Genügend Bewegung verringert das Risiko eines vorzeitigen Todes, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs. Eine neue Studie eines Konsortiums aus Forschenden aus verschiedenen Teilen der Welt zeigt die Relevanz von Fitness-Trackern im Gesundheitswesen und macht ein grosses Problem bei der Diagnose deutlich: Wenn wir einer Ärztin oder einem Arzt erklären, wie unser Alltag aussieht und wie oft wir uns aktiv bewegen, stimmt das meist nicht mit der Realität überein. Waren wir beispielsweise eine Stunde im Fitness-Center, haben wir uns nicht eine Stunde lang bewegt, aber wir würden vermutlich der Ärztin bzw. dem Arzt angeben, dass wir eine Stunde Fitness gemacht haben. Wearables hingegen können diese Diskrepanz auflösen und unseren Alltag genauer wiedergeben.
Mit Fitness-Trackern können wir in gewissen Fällen genauere Daten für die Diagnose eines Leidens liefern, als dies während einer Konsultation bei der Ärztin bzw. beim Arzt der Fall wäre. Indem sie Daten sammeln und analysieren, können Wearables Verhaltensmuster identifizieren und personalisierte Empfehlungen zur eigenen Bewegung, zur Ernährung oder zum Schlaf geben. Diese auf den einzelnen Menschen zugeschnittenen Pläne sind effektiver und leichter zu befolgen als generelle Empfehlungen. Darüber hinaus sind Fitness-Tracker wegen ihrer Genauigkeit wichtig für die Forschung. «Wearables haben grosses Potenzial, um Leitlinien zu erstellen, wie viel und welche Art von Bewegung wir den Menschen im Alltag empfehlen», sagt Jason Gill, Professor für Cardiometabolic Health an der Universität Glasgow.

Es gibt deutliche sozioökonomische Unterschiede im Besitz und bei der Nutzung von Fitness-Trackern, Smartwatches, aber auch Smartphones, welche in der Lage sind, Gesundheitsdaten zu erheben. Menschen in niedrigeren sozioökonomischen Gruppen haben ein höheres Risiko für chronische Krankheiten und könnten am meisten von einem gesünderen Lebensstandard profitieren. Doch der Kauf dieser Geräte liegt oft ausserhalb ihrer finanziellen Möglichkeiten. Eine Möglichkeit, dieses Problem zu lösen, besteht darin, den Zugang zu diesen Geräten für Menschen in sozialen Gruppen mit niedrigem Einkommen zu erleichtern. Dies könnte mittels staatlicher Programme oder Subventionen erreicht werden, um den Kauf von Wearables für diese Bevölkerungsgruppen erschwinglicher zu machen.
Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass es keine Standardisierung von Geräten und Daten gibt und es so schwierig ist, Daten zu vergleichen. Consumer-Geräte wie Fitbit und Garmin arbeiten zudem mit proprietären Algorithmen, die für Wissenschaftler:innen und Behörden undurchsichtig sind.
Um diese Hürden zu nehmen, ist eine bessere Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie, aber auch den Behörden erforderlich, um sicherzustellen, dass Wearables effektiv in allen sozialen Schichten genutzt werden, um chronische Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln und ihnen im besten Fall vorzubeugen. Denn letztlich geht es bei Wearable- Health-Technologien darum, die Gesundheit und das Wohlbefinden der gesamten Bevölkerung zu verbessern.
Die Globalance Sicht
Die Bevölkerung über 60 Jahre wird sich bis 2050 verdoppeln. Trotz steigender Lebenserwartung leiden viele Menschen über Jahre an chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden. Globalance sieht deshalb den grössten Hebel in Prävention und Früherkennung.
Wearables im Gesundheitsbereich bilden dabei eine entscheidende Schnittstelle zwischen Technologie und Medizin. Sie ermöglichen eine kontinuierliche, objektive Gesundheitsüberwachung und liefern Echtzeitdaten aus dem Alltag – ein enormer Vorteil in Zeiten von Fachkräftemangel, steigenden Kosten und wachsender Krankheitslast. Gleichzeitig schaffen KI-basierte Analysen neue Möglichkeiten: Sie verwandeln Rohdaten in konkrete medizinische Empfehlungen, verbessern die Diagnosesicherheit, erhöhen die Therapietreue und entlasten das Gesundheitspersonal. So tragen Wearables dazu bei, Frühinterventionen zu ermöglichen und langfristige Gesundheitskosten zu senken. Zu beachten sind gleichzeitig auch Datenschutz, Ethik und Zugänglichkeit, die weiterhin sorgfältige Lösungen erfordern.
Globalance sieht diese Investmentchancen:
Der Übergang von einer reaktiven zu einer proaktiven Medizin ist ein gewaltiger Wachstumsmarkt. Damit die Potenziale voll ausgeschöpft werden können, braucht es robuste digitale Ökosysteme: interoperable Geräte, sichere Datenräume, standardisierte Qualität sowie eine Infrastruktur, die Krankenhäuser, Patienten und Forschung intelligent verbindet. Genau hier investiert Globalance – beispielsweise in den Bereichen:
Unternehmensbeispiel ResMed:
ResMed gehört weltweit zu den führenden Anbietern von Atemtherapie. Millionen Patienten mit Schlafapnoe nutzen vernetzte Geräte und cloudbasierte Monitoringplattformen, die kontinuierlich Daten zur Atmung, Schlafqualität und Therapieeinstellung liefern. Dadurch lassen sich Risiken frühzeitig erkennen, Behandlungen präziser steuern und Arztbesuche gezielter planen. Diese Form der datenbasierten Fernüberwachung entlastet nicht nur die Gesundheitssysteme, sondern erhöht auch die Lebensqualität der Betroffenen deutlich – ein Paradebeispiel für die Verschiebung von reaktiver zu präventiver Medizin.
Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageempfehlung noch eine Beratung dar.
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