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Globalance Better Capitalist Forum 2026

Technologischer Fortschritt, geopolitische Verschiebungen und neue Erwartungen an unternehmerische und finanzielle Verantwortung verschieben die Spielregeln grundlegend. Genau jetzt ist der Austausch mit Vordenkern wichtiger denn je. Unter dem Titel «Der grosse Umbruch: Wer gestaltet die Märkte von morgen – und wie man mitgestaltet» boten die spannenden Vorträge wertvolle Einblicke in die Frage, welche Entwicklungen die Märkte von morgen prägen und wie Kapital gezielt Wirkung entfalten kann.

Zentrale Themen des Abends

Prof. Simon Evenett – Professor of Geopolitics & Strategy, IMD Business School

  1. Der Welthandel ist widerstandsfähiger als viele Narrative vermuten lassen.
    Trotz massiver Zollanhebungen der USA und geopolitischer Spannungen ist der globale Handel weiter gewachsen. Unternehmen haben ihre Lieferketten und Absatzmärkte angepasst und Produkte in andere Regionen umgeleitet. Die Daten zeigen deshalb ein anderes Bild als viele Schlagzeilen: Der Welthandel bricht nicht zusammen, sondern passt sich an neue politische Realitäten an. 
  2. Offenheit und Wettbewerbsfähigkeit sind langfristig erfolgreicher als Protektionismus.
    Viele Länder haben auf neue Handelsbarrieren nicht mit Abschottung reagiert, sondern mit neuen Handelsabkommen und engerer Zusammenarbeit. Das eröffnet langfristig neue Märkte und Chancen. Für Unternehmen und Investoren bedeutet das: Erfolg haben vor allem jene Firmen, die global denken, flexibel bleiben und sich nicht hinter politischen Schutzmauern verstecken. 

Dr. Ulrike Franke – Senior Policy Fellow beim European Council on Foreign Relations

  1. Technologieunternehmen sind zu zentralen Akteuren der Geopolitik geworden.
    In modernen Konflikten spielen Fähigkeiten wie Cloud-Infrastruktur, Satellitenkommunikation, Cyberabwehr oder künstliche Intelligenz eine entscheidende Rolle. Viele dieser Technologien liegen jedoch nicht mehr in den Händen von Staaten, sondern von privaten Unternehmen wie Microsoft, Amazon oder SpaceX. Dadurch verschiebt sich das Machtgleichgewicht: Staaten sind zunehmend auf Fähigkeiten angewiesen, die nur Unternehmen bereitstellen können. 
  2. Staaten müssen ihre technologischen Abhängigkeiten verstehen und strategisch steuern.
    Franke empfiehlt Regierungen, systematisch zu analysieren, von welchen Unternehmen oder Technologien sie abhängig sind und welche dieser Abhängigkeiten kritisch werden könnten. Wo nötig, sollten Staaten eigene Fähigkeiten aufbauen oder enger mit Partnern zusammenarbeiten, um strategische Risiken zu reduzieren. Gleichzeitig müssen auch Unternehmen erkennen, dass ihre Produkte geopolitische Bedeutung bekommen können und sie deshalb Teil sicherheitspolitischer Zusammenhänge werden. 

Prof. Dr. Pero Mićić – CEO FutureManagementGroup AG und führender Experte für Zukunftsmanagement

  1. Hinter vielen Krisennarrativen entsteht eine neue Innovations- und Wachstumswelle.
    Technologien wie künstliche Intelligenz, neue Energiesysteme, Robotik oder Biotechnologie könnten eine wirtschaftliche Dynamik auslösen, die mit früheren grossen Innovationsschüben vergleichbar ist. Viele dieser Entwicklungen verbessern Produktivität, senken Kosten und eröffnen völlig neue Märkte. 
  2. Zukunftsfreude ist ein entscheidender Motor für Innovation und Investitionen.
    Gesellschaften und Unternehmen, die optimistisch auf die Zukunft blicken, investieren mehr, gehen Risiken ein und gestalten Veränderung aktiv. Wenn hingegen Zukunftsangst dominiert, werden Investitionen zurückgestellt und Chancen verpasst. Führung bedeutet deshalb auch, Zuversicht zu vermitteln und Menschen für neue Möglichkeiten zu begeistern. 

Reto Ringger – Gründer und CEO von Globalance Bank

  1. Technologische Innovation beschleunigt sich immer stärker.
    Neue Technologien verbreiten sich heute in einem Tempo, das historisch beispiellos ist. Während frühere Innovationen Jahrzehnte brauchten, erreichen digitale Technologien heute in wenigen Monaten oder sogar Tagen Millionen von Menschen. Diese Beschleunigung verändert Märkte, Geschäftsmodelle und Entscheidungsprozesse fundamental. 
  2. Die Kombination aus technologischen Fortschritten und sinkenden Kosten eröffnet enorme Chancen.
    Ob künstliche Intelligenz oder erneuerbare Energien: Viele Schlüsseltechnologien werden immer leistungsfähiger und gleichzeitig deutlich günstiger. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für Unternehmen, Innovationen schneller zu skalieren und Lösungen für zentrale Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln.

Speaker

Prof. Simon Evenett

Professor of Geopolitics & Strategy, IMD Business School

Dr. Ulrike Franke

Senior Policy Fellow beim European Council on Foreign Relations

Prof. Dr. Pero Mićić

CEO FutureManagementGroup AG und führender Experte für Zukunftsmanagement

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