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Wo neuer Wert entsteht

Wenn Produkte günstiger werden, verschwindet das Geschäft nicht. Es verlagert sich. Die Frage ist nur: wohin?

Nehmen wir die Glühbirne. Lange Zeit war sie ein Produkt von Wert – heute kostet sie fast nichts mehr. Das Geschäft mit dem Licht machen nun die Unternehmen, die Energieflüsse steuern.

Dieses Muster ist nicht neu. Seit wir auf Millionen Lieder für wenige Franken pro Monat zugreifen können, hat die CD ihren Wert verloren. Geld verdienen heute die Streamingplattformen. Auch in der Telefonie hat sich das Geschäft verschoben. Niemand kauft ein Smartphone nur zum Telefonieren. Wertvoll sind die Dienste und Netzwerke, die Menschen weltweit verbinden.

Technologischer Fortschritt macht Produkte günstiger und Wissen leichter verfügbar. Wer davon profitiert, stellt das Produkt oft nicht selbst her. Wertvoll wird, wer den Zugang dazu ermöglicht.

Die Wertschöpfungswippe macht sichtbar, was gerade passiert: Auf der einen Seite sinken die Grenzkosten von Energie, Wissen und Diagnosen gegen null. Auf der anderen Seite steigt der Wert von Infrastruktur, Orientierung und Vertrauen.

Das Seltene von morgen

Im Überfluss gewinnt, was sich nicht beliebig vermehren lässt. Genau darauf baut die neue Ökonomie auf.

Die entscheidende Frage lautet
im Zeitalter des Überflusses nicht:
Was wird billiger?
Sondern: Was bleibt unersetzlich?

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